Traumbuntbarsch - Hypsophrys (Cichlasoma) nicaraguense
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Der Traumbuntbarsch (Hypsophrys nicaraguense) trägt seinen Namen zu Recht — kein anderer mittelamerikanischer Buntbarsch vereint so viel Farbe, Charakter und Familienverbundenheit in einem Fisch. Das leuchtend gelb-orange Körperkleid mit dem gezackt-schwarzen Längsband, dem silbrig-blauen Kopf und dem türkis schimmernden Wangenbereich macht ihn zu einem der schönsten Vertreter seiner Gattung. Dabei ist er für einen Cichliden erstaunlich friedlich — ideal für große, strukturierte Gesellschaftsbecken mit anderen friedlichen Buntbarschen, Salmlern und Welsen.
Wer einen mittelamerikanischen Buntbarsch sucht, der Farbe, Persönlichkeit und Brutpflegeverhalten vereint ohne dabei zum Aggressor zu werden, wird beim Traumbuntbarsch fündig. Hypsophrys nicaraguense stammt aus den großen Grabenseen Mittelamerikas — dem Nicaraguasee, dem Managuasee und dem Jiloasee sowie aus Flüssen im nördlichen Costa Rica — und bewohnt dort sowohl sandige Seebodenbereiche als auch steinige Flusszonen mit klarem Wasser. Auf dem Produktfoto ist die beeindruckende Färbung eines ausgewachsenen Tiers eindrucksvoll festgehalten: Der Körper leuchtet in sattem Gelb-Orange mit einem intensiv orangeroten Bauchbereich, ein markantes schwarz gezacktes Längsband zieht sich von der Kehle bis zum schwarzen Fleck an der Schwanzwurzel, der Kopf schimmert silbrig-blau mit türkis-grünem Glanz unter dem Auge, und die goldgrüne Iris gibt dem Gesamtbild einen fast mystischen Charakter. Eine Besonderheit dieser Art: Die Weibchen sind farbenprächtiger als die Männchen — bei den meisten anderen Buntbarscharten ist es umgekehrt.
Im Aquarium benötigt der Traumbuntbarsch ein gut strukturiertes Becken ab 400 Litern mit Sandboden — denn als einziger mittelamerikanischer Buntbarsch legt er keine klebenden Eier, sondern vergräbt sie in selbst gegrabenen Sandgruben. Steinaufbauten, Wurzeln und Höhlen bieten wichtige Rückzugsmöglichkeiten und helfen, Reviere zu strukturieren. Robuste Pflanzen wie Anubias oder Javafarn können bedingt eingesetzt werden — manche Exemplare knabbern Pflanzen an, andere lassen sie völlig in Ruhe. Die Wasserwerte sollten bei weich bis mittelhart liegen, pH 7,0–8,5, Temperatur 22–28 °C.
Als Allesfresser mit Tendenz zu tierischer und pflanzlicher Aufwuchskost nimmt der Traumbuntbarsch hochwertiges Cichliden-Granulat, Pellets und Sticks gut an. Ergänzend empfiehlt sich Lebendfutter wie Mückenlarven, sowie gelegentlich pflanzliche Komponenten wie Spinat oder Vogelmiere. Er frisst bevorzugt in der mittleren Wasserzone und am Boden — eine Fütterung zweimal täglich in kleinen Mengen ist ideal.
Das Sozialverhalten des Traumbuntbarsches ist sein größtes Alleinstellungsmerkmal unter den Mittelamerikanern: Er ist ausgesprochen friedlich, bildet stabile Paarbindungen und kümmert sich als Offenbrüter gemeinsam mit dem Partner aktiv um Eier und Jungfische — ein faszinierendes Familienverhalten, das im Aquarium direkt beobachtet werden kann. Zur Vergesellschaftung eignen sich andere friedliche Cichliden, größere Salmler und Welse — aggressive Arten sollten gemieden werden, da sich der Traumbuntbarsch kaum durchsetzen kann. Wichtig: Nicht mit Archocentrus nigrofasciatus (Zebrabuntbarsch) vergesellschaften — beide Arten kreuzen sich zu fertilen Hybriden. Einzelhaltung sollte vermieden werden, die Haltung als Paar oder in kleiner Gruppe ist ideal.
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart |
| Schwierigkeitsgrad: | 2 - Normal |
| Besonderheit: | bilden Familienverbänd |
| Aquariengröße: | 400/450 l (ca. 150cm) |
| Fischgruppe: | Buntbarsche |
| Herkunft: | Mittelamerika |
| Bepflanzung möglich?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Endgröße: | > 12cm |
| Zucht: | mittel |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Beckenregion: | Mitte |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| Verhalten: | Normal |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Fischen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Optische Wirkung: | Bildet Reviere |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| mit Garnelen?: | Vergesellschaftung nicht möglich |
| Temperatur: | 22-28 °C |
Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name: | Hypsophrys nicaraguense (syn. Cichlasoma nicaraguense) |
| Deutscher Name: | Traumbuntbarsch / Nicaraguabuntbarsch |
| Schwierigkeitsgrad: | 2 – Normal |
| Herkunft/Verbreitung: | Mittelamerika – Nicaraguasee, Managuasee, Jiloasee, Nord-Costa Rica |
| Färbung: | Leuchtendes Gelb-Orange mit intensiv orangerotem Bauch · schwarz gezacktes Längsband von Kehle bis Schwanzfleck · silbrig-blauer Kopf mit türkis-grünem Wangenglanz · goldgrüne Iris |
| Besonderheit Geschlecht: | Weibchen farbenprächtiger als Männchen – einzigartig unter mittelamerikanischen Buntbarschen |
| Endgröße: | Männchen bis 25 cm · Weibchen deutlich kleiner |
| Alterserwartung: | bis 12 Jahre |
| Wasserparameter: | GH 10°–20° dGH, KH 5°–15° dKH, pH 7,0–8,5, Temperatur 22°–28° C |
| Beckengröße: | ab 400 l (ca. 150 cm Kantenlänge) |
| Futter: | Omnivor – Cichliden-Granulat, Pellets, Mückenlarven, Schnecken, pflanzliche Komponenten |
| Zucht: | Mittel – Offenbrüter; Eier in selbst gegrabenen Sandgruben; aktive Brutpflege beider Eltern |
| Verhalten: | Friedlich für Mittelamerikaner; revierbildend zur Brutzeit; bildet stabile Paarbindungen & Familienverbände |
| Gruppengröße: | Paar oder kleine Gruppe empfohlen – keine Einzelhaltung |
| Vergesellschaftung: | Friedliche Cichliden, größere Salmler, Welse – nicht mit Archocentrus nigrofasciatus |
| Bodengrund: | Sand zwingend erforderlich – Eierablage in Sandgruben |
| Bepflanzung: | Bedingt – robuste Arten wie Anubias oder Javafarn bevorzugen |
- Artikel-Nr.: 25508

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