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Guppys (Poecilia reticulata) und Endler Guppys (Poecilia wingei) sind beides nah miteinander verwandte lebend gebärende Zahnkarpfen, sie können sogar miteinander Nachwuchs bekommen. Die Zuchtformen von Endlern und Guppys sind einfach nur schön - mit kurzen oder langen Flossen, mit bunten Farben und Mustern bezaubern diese Guppys in jedem Aquarium. Endler Guppys und Guppys gelten als recht robust, wenn sie sich einmal eingewöhnt haben, und als recht produktiv. Die vermehrungsfreudigen Guppys und Endler Guppys gelten daher als gute Fische für Anfänger in der Aquaristik, bieten aber durch ihr Zuchtpotential auch Aquarien Profis tolle Anreize.

Guppys und Endler Guppys in der Natur und im Aquarium

Guppys und Endler Guppys sind als lebend gebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae) nah verwandt mit den bunten Platys, den imposanten Schwertträgern, den großen Mollys und Segelkärpflingen. Paaren können sich Guppys und Endler Guppys aber nur untereinander. Manchmal findest du auch den Namen Gubbys für die Fische, das ist aber nicht richtig geschrieben.

Guppys und Endler Guppys stammen ursprünglich aus Südamerika und Mittelamerika, wo sie im Süßwasser und sogar im leichten Brackwasser in den Flussmündungen vorkommen.

Diese bunten, aktiven und toll zu beobachtenden Zierfische passen prima schon in Aquarien ab 54 Litern oder 60 cm Kantenlänge. Eine geringe Salzzugabe von 1-2 g pro Liter können ihrem Wohlbefinden dienen. Sie bevorzugen dicht bewachsene Gewässer. Allerdings wurden die robusten und sich leicht vermehrenden Guppys und Endler Guppys weit verschleppt. Häufig wurden die Zierfische dort sogar bewusst gegen Mückenlarven eingesetzt. Man findet sie nun in praktisch allen wärmeren Klimazonen und sogar in Deutschland in Bächen, die durch Kraftwerke aufgeheizt werden. Dort gibt es Populationen von Guppys, Endler Guppys und Hybriden, die sich fest etabliert haben, zum Beispiel im "Guppybach" bei Köln.

Auch im Aquarium mögen Guppys und Endler Guppys gerne dichte Pflanzen. Hinsichtlich der Wasserwerte sind sie nicht wählerisch. Sie kommen in mittelhartem bis sehr hartem Wasser prima klar. Die Wassertemperatur kann bei 22 bis 28 Grad liegen. Ein geringer Zusatz von normalem jodfreiem Speisesalz (ca. 1-2 Gramm pro Liter) tut den Fischen gut.

Ein gut eingerichtetes und schön bepflanztes Aquarium hilft den Guppy Weibchen, sich vor den sehr potenten Männchen etwas zu verstecken.

Ihr oberständiges Maul verrät es: Guppys und Endler Guppys bewegen sich eher in den oberen Bereichen des Aquariums, wo sie von der Wasseroberfläche Biofilme wie zum Beispiel die Kahmhaut oder Kleinlebewesen wie Springschwänze oder Anflugnahrung aufnehmen.

Guppys und Endler Guppys züchten

Guppys und Endler Guppys haben kurze Generationsfolgen, vermehren sich sehr willig und vererben ihre interessanten Farben. Durch die Guppyzucht sind viele wundervolle bunte Zuchtformen entstanden - mit Tigermuster, mit Schlangenmuster, mit großen Flossen, Dumbo Ears (vergrößerten Brustflossen, die wie Elefantenohren aussehen), mit roten, schwarzen, blauen, gelben oder grünen Farbfeldern und viele mehr - die anpassungsfähigen bunt gemusterten Guppys und Endler Guppys sind in der Aquaristik irre beliebt. Die kurzen Generationsfolgen sind für die Zucht besonders interessant.

Guppys und Endler Guppys gehören zu den lebend gebährenden Zahnkarpfen, die Weibchen bringen also lebende Jungfische zur Welt, die schon relativ weit entwickelt sind. Sind die Weibchen einmal befruchtet, speichern sie den Samen und können dann noch mehrere Male "schwanger" werden, ohne erneut mit einem Männchen Kontakt gehabt zu haben. Reine Weibchengruppen funktionieren daher eher semi, wenn die Fische zuvor in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe gehalten wurden.

Die Unterscheidung der Geschlechter ist beim Guppy und beim Endler Guppy recht einfach: Die Männchen haben eine stark verlängerte, spitz zulaufende Bauchflosse, das Gonopodium - ihr Geschlechtsorgan. Oftmals sind auch die Männchen farbiger und haben längere Flossen. Beim Endler Guppy, aber auch beim "normalen" Guppy sind die Weibchen deutlich größer als die Männchen. Die Weibchen haben zudem noch einen dunklen Trächtigkeitsfleck am hinteren Bauchende (den haben sie aber auch, wenn sie nicht trächtig sind, der Name ist ein wenig irreführend).

Guppys fressen ihre Jungtiere, Endler Guppys dagegen stellen den Jungtieren nicht nach. Achte darauf, dass du genügend Platz in deinem Guppyaquarium hast! Guppys und Endler Guppys kennt man nicht umsonst auch unter dem Namen "Millionenfisch".

Wenn du auf diese rasante Vermehrung keinen Wert legst und die Guppys nicht zusammen mit kleineren carnivoren Fischen wie zum Beispiel Salmlern halten möchtest, spricht übrigens nichts dagegen, die Guppys und Endler Guppys in einer reinen Männer-WG zu halten.

Guppys und Endler Guppys richtig füttern

Als lebend gebärende Zahnkarpfen sind Guppys und Endler Guppys Allesfresser mit einem kleinen Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost. Guppys futtern gerne feine Algen und andere Beläge im Aquarium, lieben die Jagd nach Lebendfutter, mögen aber auch gerne Frostfutter und ein hochwertiges Flockenfutter oder Granulatfutter für omnivore Aquarienfische. Guppys und Endler Guppys stehen total auf weiches Gemüse wie gehäutete Tomaten oder Kürbischips, überbrühten Bio-Salat und andere Leckereien aus der Natur.

Das spezielle NatureHolic Guppyfeed haben wir für die Bedürfnisse von Guppys und Endler Guppys maßgeschneidert. Die weiche Konsistenz schützt das feine, empfindliche Maul der verfressenen Guppys und Endler Guppys. Am besten gleich mitbestellen!

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