Rotflossenschmerle - Yasuhikotakia (Botia) modesta
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Die Rotflossenschmerle ist ein besonderer Hingucker in deinem Aquarium! Durch ihre helle Körperfarbe kommen die orangeroten Flossen superschön zur Geltung und bringen Farbe ins Becken. Diese aktive Schmerle lebt nicht gerne allein. Du solltest sie in einer Gruppe von mindestens 5 Tieren in einem Aquarium ab mindestens 400 Litern pflegen. Biete ihr dabei viele Verstecke an und sorge für eher gedämpftes Licht. Zusammen mit Schnecken solltest du sie nicht halten, da diese auf ihrer Speisekarte ganz oben stehen. Mit anderen friedlichen Fischen kannst du Die Rotflossenschmerle gut vergesellschaften, achte nur darauf, dass sich die anderen Fische eher im oberen Bereich des Beckens aufhalten. Füttere sie abwechslungsreich mit Trocken- oder Flockenfutter, auch Lebend- und Frostfutter sollte nicht zu kurz kommen.
Die Rotflossenschmerle besitzt einen spindelförmigen, leicht hochrückigen und nahezu schuppenlosen Körper, der von einer schützenden Schleimhaut überzogen ist. Die Grundfärbung variiert von silbergrau über bläuliche bis hin zu leicht grünlichen Tönen, während die Flossen — namensgebend — in leuchtendem Orange-Rot bis Hellrot erstrahlen. Einzelne Exemplare zeigen sogar tigerartige Querstreifen, die besonders bei Jungtieren ausgeprägt sind. Unter den Augen befinden sich spitze, ausklappbare Dornen, die als effektive Schutzwaffe dienen — beim Handling sind daher Vorsicht und ggf. Handschuhe empfehlenswert. Im natürlichen Habitat, den Fließgewässern Thailands und Vietnams, ist sie ein beliebter Speisefisch und kann in der Natur bis zu 20 cm erreichen.
Für eine artgerechte Haltung ist ein Aquarium mit mindestens 150 cm Kantenlänge und 300 Litern Volumen erforderlich, wobei größere Becken ab 400 Litern klar vorzuziehen sind. Der Bodengrund sollte aus feinem, hellem Sand bestehen, ergänzt durch größere Kieselsteine, Wurzeln und Höhlen als Versteckmöglichkeiten. Da die Art eher dämmerungs- und nachtaktiv ist, sind schattige Bereiche durch dichte Bepflanzung und Schwimmpflanzen wichtig. Die Wasserwerte sind unkompliziert: pH 6,0–8,0, GH 2–15 °dGH, Temperatur 24–28 °C. Normales Leitungswasser ist in der Regel problemlos geeignet. Regelmäßige Wasserwechsel von 30–50 % wöchentlich sind dennoch empfehlenswert. Bei Stress neigt die Art zur Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius) — Kupfermittel sind zu meiden.
Als Allesfresser mit Vorliebe für tierische Kost nimmt die Rotflossenschmerle im Aquarium ein breites Futterangebot an: Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Tubifex, ebenso hochwertiges Frost- und Trockenfutter in Tablettenform, Chips oder Wafers, die auf den Boden sinken. Die Fütterung sollte bevorzugt abends erfolgen, da die Tiere dann am aktivsten sind. Abwechslung in der Ernährung fördert Farbpracht und Vitalität. Auch pflanzliche Komponenten wie Spinat oder Gurkenscheiben werden gelegentlich angenommen.
Die Rotflossenschmerle ist ein ausgesprochener Sozialcharakter mit klarer Rangordnung, die permanent ausgefochten wird. Einzeln oder in zu kleinen Gruppen gehalten, werden die Tiere aggressiv und tyrannisch gegenüber Beckengenossen. In Gruppen ab 5–6 Tieren (ideal 8+) konzentriert sich das Rangkampfverhalten innerhalb der Art, was das Gesamtbecken befriedet. Geeignete Vergesellschaftungspartner sind robuste, mittelgroße Fische der oberen bis mittleren Wasserzone, etwa größere Barben, Regenbogenfische oder Bärblinge. Andere Bodenbewohner, Wirbellose, Garnelen und Schnecken sind ungeeignet — Schnecken stehen ganz oben auf der Speisekarte. Eine Zucht im Aquarium ist selten dokumentiert; die Art ist Freilaicher, der zur Laichzeit in die Flussoberläufe wandert. Temperaturabsenkungen und große Wasserwechsel können theoretisch laichstimulierend wirken.
| Wasserwerte: | weich bis mittelhart |
| Endgröße: | > 12cm |
| Optische Wirkung: | Interessantes Verhalten |
| Besonderheit: | schneckenfresser |
| Verhalten: | Aktiv |
| Aquariengröße: | 400/450 l (ca. 150cm) |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Nein |
| Schwierigkeitsgrad: | 3 - Schwierig |
| Fischgruppe: | Schmerlen |
| Beckenregion: | Unten |
| Herkunft: | Asien |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Fischen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Zucht: | schwer |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| mit Garnelen?: | Vergesellschaftung nicht möglich |
| Temperatur: | 22-28 °C |
Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name: | Yasuhikotakia modesta (Bleeker, 1865) |
| Deutscher Name: | Rotflossenschmerle, Rotflossen-Prachtschmerle |
| Schwierigkeitsgrad: | Mittel – Haltung unkompliziert, Gruppendynamik erfordert Erfahrung |
| Herkunft/Verbreitung: | Südostasien: Thailand, Vietnam, Mekong-Einzugsgebiet |
| Färbung: | Silbergrau bis bläulich-grau; Flossen leuchtend orange-rot bis kräftig rot; Schwanzwurzel teils schwarz-gelb gezeichnet; gelegentlich tigerartige Streifenzeichnung |
| Alterserwartung: | 10–15 Jahre |
| Wasserparameter: | GH 2–15° dGH, KH 2–10° dKH, pH 6,0–8,0, Temperatur 24–28° C |
| Beckengröße: | ab 300 l |
| Futter: | Allesfresser: Lebendfutter, Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Tubifex), sinkende Tabletten/Wafers, hochwertiges Trockenfutter |
| Zucht: | Freilaicher; Aquariumzucht selten dokumentiert, gilt als schwer |
| Verhalten: | Aktiv, territorial innerhalb der Art; gegenüber anderen Fischen weitgehend friedlich; nacht- und dämmerungsaktiv |
| Gruppengröße: | Mindestens 5 Tiere, empfohlen 8+ |
- Artikel-Nr.: 25405







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