Augenfleck Prachtbuntbarsch Farbform - Pelvicachromis subocellatus
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Der Augenfleck Prachtbuntbarsch (Pelvicachromis subocellatus) ist einer der farbenprächtigsten und faszinierendsten Zwergbuntbarsche Westafrikas — mit dem namensgebenden dunklen Augenfleck auf der Rückenflosse, dem violett-pinken Bauch der Weibchen und dem goldgrün schimmernden Farbkleid beider Geschlechter ein absolutes Schmuckstück für das naturnahe Westafrika-Aquarium. Als friedlicher Höhlenbrüter mit beeindruckend intensiver Brutpflege begeistert er Cichliden-Liebhaber mit einem der faszinierendsten Fortpflanzungsrituale der Aquaristik. Einfach in der Haltung, charakterstark im Auftreten — ein Geheimtipp, der es verdient, öfter gehalten zu werden.
Pelvicachromis subocellatus, der Augenfleck Prachtbuntbarsch, stammt aus den küstennahen Gewässern Westafrikas — aus dem unteren Kongo, Gabun und angrenzenden Regionen, wo er langsam fließende, teils sumpfige Gewässer mit weichem, leicht saurem, bernsteinfarbenem Wasser bewohnt. Dicht überhängende Vegetation, Laubauflagen am Grund und zahlreiche Wurzeln prägen seinen natürlichen Lebensraum — ein Biotop, das ihn zu einem idealen Kandidaten für naturnahe, düster-romantische Schwarzwasser-Aquarien macht. Die Körperfärbung ist einzigartig vielschichtig: Außerhalb der Laichzeit zeigt das Männchen einen olivgrün-graubräunlichen Rücken, golden-rötlich schimmernde Flanken und goldgelb-orange getönte Flossen mit hellblauen Tüpfeln und Linien; eine dunkle Längsbinde zieht sich von der Schnauze bis zur Schwanzwurzel. Das Weibchen überrascht mit einem leuchtend violett-pinken Bauch, der zur Balzzeit explosionsartig an Intensität gewinnt, sowie einem goldgelben Kopf — und trägt als Namensgeber den charakteristischen Augenfleck in der Rückenflosse, der beim Männchen weniger ausgeprägt ist. Diese Farbform übertrifft dabei viele Handelsformen in ihrer Farbintensität noch deutlich.
Das ideale Aquarium für den Augenfleck Prachtbuntbarsch ist ab 100 Litern mit einer Mindestlänge von ca. 80 cm gut dimensioniert. Dichter Pflanzenbewuchs an Rand und Hintergrund, Laubauflagen aus Seemandelbaumblättern oder Buchenlaub, Wurzeln als Strukturelemente und mehrere Versteckhöhlen sind unverzichtbar — sowohl als Rückzugsorte als auch als potenzielle Laichplätze. Der Bodengrund sollte aus feinem dunklem Sand bestehen, da dunkler Untergrund die Farbintensität beider Geschlechter nachweislich fördert. Weicheres, leicht saures Wasser (pH 5,5–7,2, GH 2–10° dGH, Temperatur 24–28 °C) entspricht dem natürlichen Habitat; Huminstoffe durch Torf, Schwarzwasserpräparate oder Seemandelbaumblätter fördern das Wohlbefinden und die Laichbereitschaft spürbar. Wöchentliche Wasserwechsel von 30–50 % mit leicht kühlerem Wasser können als zusätzlicher Laichstimulus eingesetzt werden.
Als karnivor ausgerichteter Cichlide bevorzugt der Augenfleck Prachtbuntbarsch tierische Kost: Hochwertiges Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia, Cyclops und Daphnien sowie Lebendfutter werden begeistert angenommen. Qualitativ hochwertige, proteinreiche Buntbarsch-Pellets ergänzen die Ernährung sinnvoll — besonders in der Aufzuchtphase und zur Stimulation der Laichbereitschaft ist eine abwechslungsreiche, proteinreiche Kost entscheidend für Gesundheit und Farbintensität. Gefüttert wird zwei- bis dreimal täglich in kleinen Portionen; die Tiere zeigen sich zur Laichzeit besonders aktiv und fresslüstern.
Der Augenfleck Prachtbuntbarsch wird paarweise gehalten und bildet monogame Paarbindungen, die oft sehr stabil sind. Gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen kann er territorial reagieren — im Gesellschaftsaquarium sind ausreichend Strukturen und Sichtbarrieren wichtig. Als ideale Mitbewohner bewähren sich kleine, ruhige Salmler der mittleren und oberen Beckenregion, Killifische sowie Otocinclus-Welse als Bodenbewohner. Als Höhlenbrüter laicht das Weibchen bevorzugt an der Decke oder Seitenwand einer Höhle ab; beide Elternteile übernehmen die Brutpflege, wobei das Weibchen die Eier und Larven bewacht und das Männchen das Revier sichert. Die Jungfische schwimmen ca. eine Woche nach dem Schlupf frei und werden mit Artemia-Nauplien und Staubfutter aufgezogen — ein faszinierendes Naturschauspiel direkt im heimischen Aquarium.
| Endgröße: | 8-12 cm |
| Aquariengröße: | 100 l (ca. 80cm) |
| Besonderheit: | Interessante Färbung |
| mit Fischen?: | Ja, mit friedlichen Fischen |
| Fischgruppe: | Buntbarsche |
| mit Garnelen?: | mit Garnelen ab 4-6 cm Größe |
| Wasserwerte: | Weichwasser |
| Ernährungsweise: | karnivor - Fleischfresser |
| Beckenregion: | Unten |
| mit Zwergkrebsen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Optische Wirkung: | Bildet Reviere |
| Zucht: | mittel |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| Schwierigkeitsgrad: | 1 - Einfach |
| Herkunft: | Afrika |
| Verhalten: | Normal |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| Temperatur: | 24-28 °C |
Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name: | Pelvicachromis subocellatus |
| Deutscher Name: | Augenfleck Prachtbuntbarsch / Rotvioletter Prachtbarsch |
| Schwierigkeitsgrad: | 1 – Einfach |
| Herkunft/Verbreitung: | Westafrika; unterer Kongo, Gabun; küstennahe, langsam fließende und stehende Gewässer mit Laubgrund |
| Färbung: | Männchen: olivgrün-graubräunlicher Rücken, golden-rötliche Flanken, goldgelbe Flossen mit hellblauen Tüpfeln; Weibchen: leuchtend violett-pinker Bauch (zur Laichzeit intensiviert), goldgelber Kopf, charakteristischer Augenfleck in der Rückenflosse |
| Alterserwartung: | ca. 5–6 Jahre |
| Wasserparameter: | GH 2°–10° dGH, KH 0–5° dKH, pH 5,5–7,2, Temperatur 24°–28° C; Huminstoffe empfohlen |
| Beckengröße: | ab 100 l (Mindestlänge ca. 80 cm) |
| Futter: | Karnivor; Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Cyclops, Daphnien), Lebendfutter, proteinreiche Buntbarschpellets |
| Zucht: | Mittel; Höhlenbrüter mit intensiver elterlicher Brutpflege; Jungfische mit Artemia-Nauplien aufziehen |
| Verhalten: | Friedlich gegenüber anderen Arten; territorial gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen; paarweise Haltung empfohlen |
| Endgröße: | Männchen bis ca. 8–10 cm; Weibchen etwas kleiner |
| Besonderheit: | Namensgebender Augenfleck nur bei Weibchen deutlich ausgeprägt; Weibchen zur Laichzeit farblich oft intensiver als Männchen; gelegentlich auch in leicht brackigen Gewässern anzutreffen |
- Artikel-Nr.: 22840












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