Roter Scherenschwanz, Große Scherenschwanz Rasbora - Rasbora caudimaculata
- Artikel-Nr.: 23276
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Der faszinierende Rote Scherenschwanz lässt sich von dem von der Körperform sehr ähnlichen Rasbora trilineata gut unterscheiden, weil er immer die namensgebenden roten oder orangenen Abzeichen in der Schwanzflosse sowie schwarze Schwanzflossen Spitzen besitzt, die dem Glasbärbling fehlen. Der lateinische Name caudimaculata bedeutet nämlich "gefleckte Schwanzflosse". Als Scherenschwanz wird der Zierfisch bezeichnet, weil er seine Schwanzflosse wie eine Schere zusammenklappen kann, wenn er ruht. In der Natur kommt er auf der Malaiischen Halbinsel und auf den Großen Sundainseln Borneo und Sumatra vor. Berichte über Vorkommen im Süden von Thailand und im unteren Mekong Becken in Kambodscha sind vermutlich falsch. Der anpassungsfähige Rote Scherenschwanz Bärbling Rasbora caudimaculata kommt in der Natur sowohl in schnell fließenden Waldbächen über steinigem bis sandigem Substrat vor, wird aber auch in langsam fließendem Schwarzwasser in alten bewaldeten Torfsümpfen über Falllaub und Ästen gefunden. In den Klarwasserbächen liegt der pH zwischen 6,5 und 7,5, während das Schwarzwasser sehr weich und mit einem pH von 4 bis 6 auch recht sauer ist.
Roter Scherenschwanz Bärbling, Großer Scherenschwanz Rasbora - Rasbora caudimaculata
Der Rote Scherenschwanz Bärbling Rasbora caudimaculata wird mit einer Mindestlänge von 15 cm sehr groß und sollte daher in einem Aquarium ab 150 cm Kantenlänge und mindestens 320 Litern Fassungsvermögen gehalten werden. Die Männchen sind deutlich schlanker als die Weibchen und haben zudem eine gelblich gefärbte Afterflosse. Als geselliger Gruppenfisch braucht der Große Scherenschwanz Rasbora die Gesellschaft von mindestens 6 Artgenossen, ausreichend Schwimmraum und eine gute Struktur durch Pflanzen und Aquarium Dekoration. In zu kleinen Becken und in Einzelhaltung reagieren Rote Scherenschwanz Bärblinge gerne unruhig und nervös und zeigen nur noch blasse Farben.
In einem Strömungs Aquarium oder Bachlauf Aquarium mit abgerundeten unterschiedliche großen Steinen und einer starken, gerichteten Strömung kommen diese großen Bärblinge gut zurecht. Wurzeln und Aquarium Äste sowie robuste Pflanzen wie Anubias, Bolbitis oder Javafarn ergänzen das Setup und lassen das Aquarium für Rasbora caudimaculata naturnah wirken. Auch in einem Schwarzwasserbecken mit sehr huminstoffreichem Wasser, fein strukturierten Aquarium Wurzeln und Laub am Boden sind die Großen Scherenschwanz Rasboras gut aufgehoben. Die stark an der Oberfläche orientierten Roten Scherenschwanz Bärblinge sind gute Springer, deshalb sollte das Aquarium dicht abgedeckt sein.
Das Wasser im Aquarium für Rasbora caudimaculata muss zu jeder Zeit sehr sauber und sauerstoffreich sein. Bei einer Wassertemperatur von 20 bis 26 °C, einem pH Wert von 5 bis 7,5 und einer Gesamthärte von 2 bis 10 °dGH fühlen sich die Roten Scherenschwanz Bärblinge am wohlsten.
Analysen des Mageninhalts wild lebender Exemplare von Rasbora caudimaculata ergaben, dass sich dieser Zierfisch überwiegend von Wirbellosen ernährt - zum einen von Insekten als Anflugnahrung, aber auch von Insektenlarven, die im Wasser leben. Im Aquarium sorgt eine abwechslungsreiche Fütterung mit Frostfutter und Lebendfutter für die besten Farben und eine gute Kondition. Auch hochwertiges Flockenfutter und Granulatfutter nehmen die Roten Scherenschwanz Bärblinge gerne.
Rasbora caudimaculata ist extrem friedlich und passt damit perfekt in ein Gesellschaftsaquarium ausreichender Größe. Zu kleine Beifische können sich allerdings durch die schiere Größe des Roten Scherenschwanz Rasbora bedroht fühlen, mittelgroße und auch größere friedliche Fische eignen sich daher besser als Besatz. In der Natur findet man diesen Bärbling zusammen mit verschiedenen Schmerlen der Gattung Crossocheilus, mit verschiedenen Barben der Gattung Puntius und auch mit anderen Bärblingen.
Die Zucht des Roten Scherenschwanz Bärblings sollte im Aquarium möglich sein. Die Großen Scherenschwanz Rasboras sind Dauerlaicher, Freilaicher und betreiben keine Brutpflege. In einem dicht bepflanzten Aquarium sollten Zufallsnachzuchten möglich sein. Für eine gezielte Nachzucht empfehlen wir ein schwach beleuchtetes Aquarium ab 120 cm Länge, das nur halb gefüllt wird. Der Boden sollte mit einem Laichrost bedeckt werden, der die Eier nach dem Ablaichen vor den Elterntieren schützt. Das Wasser sollte leicht sauer sein und eher etwas wärmer gehalten werden. 25 °C dürften jedoch ausreichen. Ein Filter sollte für eine ordentliche Strömung sorgen. Gut konditionierte laichreife Weibchen werden paarweise mit einem Männchen angesetzt. Die wiederholte Zugabe von kleinen Mengen kühleren Wassers regt die Laichbereitschaft an. Gefüttert werden sollte möglichst mit hochwertigem reichhaltigem Lebendfutter. Nach dem Ablaichen werden die adulten Rasbora caudimaculata wieder in ihr Aquarium zurückgesetzt.
Vor dem Schlupf der Jungfische nach 18 bis 48 Stunden wird der Strömungsfilter durch einen Schwammfilter ersetzt. Die Jungfische werden nach dem Freischwimmen mit Artemia Nauplien gefüttert. Auch Mikrowürmchen eignen sich als Erstfutter.
| Beckenregion: | Mitte |
| mit Garnelen?: | Vergesellschaftung nicht möglich |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Fischgruppe: | Bärblinge |
| Optische Wirkung: | Schwarmverhalten |
| Zucht: | mittel |
| Endgröße: | > 12cm |
| Aquariengröße: | 400/450 l (ca. 150cm) |
| mit Fischen?: | Ja, mit friedlichen Fischen |
| Besonderheit: | Interessante Färbung |
| Verhalten: | Aktiv |
| Temperatur: | 20-25 °C |
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