"Red Cherry" Rasbora, Kirschroter Bärbling - Rasbora lacrimula
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Der Red Cherry Rasbora Rasbora lacrimula, auch als Kirschroter Bärbling oder Kirschbärbling bekannt, stammt aus dem indonesischen Teil der Insel Borneo. Dort lebt die Art in flachen Kleingewässern mit langsamer Strömung und klarem Wasser. Die Fische stehen gerne über einem Grund aus sandigem oder tonigem Substrat. Die Typuslokalität war ursprünglich in einem Waldgebiet, liegt aber mittlerweile in einer Ölpalmenplantage. Der lateinische Artname lacrimula ist der Diminutiv von lacrima (Träne) und bezieht sich auf den dunklen tränenförmigen Längsstreifen auf den Flanken der kleinen Fische.
Red Cherry Rasbora, Kirschroter Bärbling, Kirschbärbling, Zwerg-Vulkanbärbling - Rasbora lacrimula
Der Kirschrote Bärbling oder Kirschbärbling, auch Red Cherry Rasbora oder Zwerg Vulkanbärbling genannt, heißt mit wissenschaftlichem Namen Rasbora lacrimula. Die aktiven Bärblinge zeigen sich als gesellige und ausgesprochen friedliche schlanke kleine Schwarmfische. Kirschrote Bärblinge brauchen eine Gruppenstärke von 8 bis 10 Artgenossen, wobei in größeren Gruppen ab mindestens 12 Tieren das Sozialverhalten nochmals deutlicher ausgeprägt wird und die Farben noch intensiver strahlen. Red Cherry Bärblinge werden nur etwa 3,5 bis 4 cm groß. Die Männchen sind kleiner und farblich intensiver, vor allem während der Balz. Trotz ihrer geringen Größe sollten die äußerst lebhaften kleinen Fische in einer ausreichend großen Gruppe in einem Aquarium ab 60 cm oder noch besser ab 80 cm Kantenlänge gehalten werden. Kirschrote Bärblinge können drei bis fünf Jahre alt werden.
Kirschrote Bärblinge fühlen sich unter grellem Licht nicht wohl und sind dankbar für etwas Abschattung durch Schwimmpflanzen. Rasbora lacrimula mag zudem gerne fein gefiederte Pflanzen als Verstecke und Reviergrenzen im Aquarium. Limnophila oder Cabomba machen sich als Stängelpflanzen im Aquarium Hintergrund super, Moose und Aufsitzerpflanzen auf Wurzeln und Steinen geben noch mehr Struktur. Ebenso ist freier Schwimmraum für einen Schwarm Kirschbärblinge wichtig. Kirschrote Bärblinge bevorzugen die mittleren und oberen Bereiche im Aquarium. Empfohlen wird für die relativ anpassungsfähigen Aquarium Fische weiches bis mittelhartes Wasser mit einer Aquarium Temperatur von 22 bis 26 Grad, einem leicht sauren bis neutralen pH Wert von 5,5 bis 7,5 und einer niedrigen Gesamthärte bis ungefähr 8 °dGH.
Kirschrote Bärblinge oder Kirschbärblinge lassen sich aufgrund ihrer Kleinheit nicht mit allen Fischen im Gesellschaftsaquarium vergesellschaften. Die Beifische sollten weder zu groß, zu lebhaft oder gar räuberisch sein. Geeignet sind als Beifische andere kleine, friedliche Weichwasser Zierfische wie Panzerwelse oder Otocinclus, kleine Schmerlen oder andere bodenbewohnende Fische mit ähnlichen Ansprüchen ans Wasser. Rasbora lacrimula eignet sich zudem ideal für ein gut bepflanztes Gemeinschaftsaquarium mit anderen kleinen, friedlichen Bärblingen aus Südostasien wie Boraras oder Trigonostigma. Junge Garnelen können eventuell erbeutet werden, aber bei einer sich gut vermehrenden Garnelen Art und einem mit vielen fein strukturierten Pflanzen und Moosen bepflanzten Aquarium sollte noch genügend Nachwuchs durchkommen. Die Ansprüche aller Tiere im Aquarium an Wasserwerte, Wasserqualität und an die Aquarium Einrichtung müssen zusammen passen.
Die Zucht von Rasbora lacrimula wurde im Aquarium bereits geschafft und gilt als mit etwas Aufwand machbar. Die Freilaicher betreiben keine Brutpflege. In einer Laichperiode legen die Weibchen etwa 30-50 Eier in feinfiedrigen Pflanzenpolstern ab. Das Wasser im Zuchtaquarium sollte sauer und sehr weich sein, eine Temperatur von 25 bis 26 °C hat sich als empfehlenswert gezeigt. Nach dem Ablaichen werden die Elternfische wieder in ihr Aquarium zurückgesetzt. Die Larven schlüpfen nach 18 bis 48 Stunden und werden zunächst mit mikrofeinem Staubfutter, später mit Artemia Nauplien aufgezogen.
Rasbora lacrimula ist ein omnivorer Bärbling mit deutlicher Vorliebe für tierische Kost, der als Mikroräuber in der Natur kleine Insektenlarven, Kleinkrebse und anderes kleines Zooplankton jagt. Im Aquarium fütterst du deine Kirschroten Bärblinge am besten mit hochwertigen feinen Flocken für Nanofische und mit Mikrogranulat, ergänzt durch lebende oder gefrostete Artemia Nauplien, Mikrowürmchen, kleine Wasserflöhe, Cyclops und geriebene gefrostete Mückenlarven. Bei kleinen Fischen ist es günstiger, mehrmals täglich eine eher kleine Portion zu füttern und nicht eine große Menge auf einmal. Das Futter sollte innerhalb von 2 bis 3 Minuten gefressen werden.
| Herkunft: | Asien |
| Fischgruppe: | Bärblinge |
| Verhalten: | Aktiv |
| Besonderheit: | Interessante Färbung |
| mit Fischen?: | Ja, mit friedlichen Fischen |
| Wasserwerte: | Weichwasser |
| Aquariengröße: | 54 l (ca. 60cm) |
| Zucht: | mittel |
| Optische Wirkung: | Schwarmverhalten |
| mit Garnelen?: | mit Zwerggarnelen, Nachwuchs wird eventuell gefressen |
| Beckenregion: | Mitte |
| Endgröße: | 1-4 cm |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| Schwierigkeitsgrad: | 1 - Einfach |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| Temperatur: | 22-25 °C |
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