Peppermint Hechtkopf - Luciocephalus aura
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Erst 2005 wurde dieser pfeilschnelle Jäger wissenschaftlich beschrieben und ist somit die zweite bekannte Art in der Gattung Luciocephalus. Luciocephalus aura ist ein Labyrinthfisch und ein Maulbrüter. Der Gattungsname Luciocephalus setzt sich zusammen aus dem latinisierten griechischen Begriff lykos für Wolf oder Hecht, was sich auf die räuberische Lebensweise des Hechtkopfs bezieht, und dem griechischen Wort kepahle für Kopf. Das Artepitheton aura stammt aus dem Lateinischen und spielt auf den Glanz der schimmernden grünen Tupfen auf dem Körper dieser wunderschönen Fischart hin. Luciocephalus aura hat sein natürliches Vorkommen auf Sumatra und vor allem Borneo alias Kalimantan, wo der Weichwasserfisch ausgesprochene Schwarzwasserhabitate mit teebraunem Wasser bewohnt. Der Peppermint Hechtkopf ist ausdrücklich kein Anfängerfisch - als sehr heikle Pfleglinge benötigen diese Zierfisch eeine Menge Fingerspitzengefühl und Wissen um Wasserchemie und artgerechte Fütterung im Aquarium und sollten nur von Aquarianern mit entsprechender Erfahrung gehalten werden.
Luciocephalus aura - Peppermint Hechtkopf, Pfefferminz Hechtkopf
Der maulbrütende Luciocephalus aura, der wegen der leuchtenden minzfarbenen Punkte auf seinem Körper gerne auch Peppermint Hechtkopf oder Pfefferminz Hechtkopf genannt wird, lebt in seiner Heimat Sumatra in leichtem bis kräftigem stark huminstoffhaltigem und gerbstoffhaltigem Schwarzwasser. Das Wasser in den Habitaten des Raubfisches ist besonders weich, mineralarm, sehr sauer und dadurch auch ausgesprochen keimarm. Der pH Wert liegt um 4, die Gesamthärte und die Karbonathärte jeweils bei 0. Gepuffert wird der pH Wert durch Huminsäuren im Wasser.
Der Peppermint Hechtkopf ist ein sehr schlanker, rund 10 bis 12 cm langer Fisch. Sein Kopf nimmt beinahe ein Drittel der Gesamtlänge ein. Atmosphärische Luft atmet der Labyrinthfisch durch den vorderen Teil seiner Schnauze, den er nach oben aufklappen und damit Luft an der Wasseroberfläche aufnehmen kann.
Die Geschlechterunterscheidung bei Luciocephalus aura ist auch bei ausgewachsenen Exemplaren nicht einfach. Die Weibchen wirken im Vergleich etwas schlanker als die Männchen, was jedoch viel Spielraum für Interpretationen bietet. Luciocephalus aura ist ein recht geselliger Zeirfisch und sollte niemals alleine, sondern immer paarweise oder in einer Gruppe, möglichst mit Weibchenüberschuss, gehalten werden.
Eine kleine Gruppe Luciocephalus aura lässt sich schon in einem Aquarium ab 100 cm Kantenlänge pflegen. Das Aquarium wird mit Holz und kalkfreien Steinen eingerichtet, die das Wasser nicht aufhärten. Hält man das Schwarzwasser im Aquarium etwas leichter, ist auch eine gute Bepflanzung möglich, in sehr dunklem Schwarzwasser muss eine exzellente Filterung die Rolle der Pflanzen beim Schadstoffabbau übernehmen. Der Bodengrund kann aus hellem Sand oder Kies bestehen und sollte mit braunem Herbstlaub (Buche oder Eiche) bedeckt werden, das als zusätzliche Gerbstoff und Huminstoff Quelle dient. Ein Torfzusatz zum Filter sorgt für weiches Wasser und steuert ebenfalls Huminsäuren bei. Das Aquarium Wasser für Luciocephalus aura sollte eine möglichst niedrige Leitfährigkeit zwischen 10 und 30 Mikrosiemens aufweisen, eine Wassertemperatur von 26 bis 28 °C und einen niedrigen pH-Wert von 4,0 bis 4,5. Ein Huminstoffpräparat hilft ebenfalls dabei, Schwarzwasser herzustellen. Für die erfolgreiche Pflege dieser schönen Pfefferminz Hechtköpfe muss die Wasserqualität im Aquarium sehr gut sein, die Keimdichte möglichst niedrig.
Luciocephalus aura frisst praktisch nur Lebendfutter in verschiedener Größe. Die Fütterung mit Frostfutter kann funktionieren, sollte aber nur als Notlösung angesehen werden. Hochwertiges Lebendfutter kann bestehen aus: weißen Mückenlarven, schwarzen Mückenlarven, Garnelen, Enchyträen und ausgewachsenen Artemia. Wie in der Natur kann es laut Literatur notwendig sein, zur Fütterung der Hechtköpfe auf lebende kleine gut ernährte Fische zurückzugreifen.
Das Balzspiel ist bei Peppermint Hechtkopf ein besonderes Spektakel. Bei der Paarung gibt das Weibchen seine Eier ins Freiwasser ab, wo sie das Männchen befruchtet und dann aufnimmt, um sie für einen Zeitraum von etwa einem Monat im Maul auszubrüten - der Peppermint Hechtkopf ist ein paternaler Maulbrüter.
Die Jungfische werden separiert aufgezogen, um zu verhindern, dass sich die Elternfische an ihnen vergreifen. Gefüttert werden sie zunächst mit frisch geschlüpfte Artemia Nauplien als Erstfutter, später dann auch mit Grindal Würmern und Mückenlarven. Die Jungfische von Luciocephaluis aura wachsen schnell Die glänzenden, türkis grünen Flecken werden allerdings erst recht spät ausgebildet. Mit 5 bis 6 Körperlänge können die Jungfische des Pfefferminz Hechtkopfs wieder ins Aquarium der Eltern gesetzt werden können. Dort zeigen sie sich nicht häufig und verstecken sich oft zwischen Wasserpflanzen.
| Herkunft: | Asien |
| Ernährungsweise: | karnivor - Fleischfresser |
| Besonderheit: | Raubfisch |
| mit Fischen?: | Nein |
| Optische Wirkung: | interessante Körperform |
| Verhalten: | Ruhig |
| Schwierigkeitsgrad: | 4 - Speziell |
| Fischgruppe: | Labyrinthfische |
| Wasserwerte: | Weichwasser |
| Endgröße: | > 12cm |
| Beckenregion: | Mitte |
| Aquariengröße: | 100 l (ca. 80cm) |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| Zucht: | schwer |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| mit Garnelen?: | Vergesellschaftung nicht möglich |
| Temperatur: | 22-28 °C |
- Artikel-Nr.: 22440