Glühlicht Rasbora - Sundadanio retiarius
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Glühlicht Rasboras (Sundadanio retiarius) sind echte Minifische, die in lockeren Schwärmen in den oberen Bereichen von Schwarzwasser Habitaten auf der Insel Borneo vorkommen. Sie leben in langsam fließenden Bächen in tropischen Wäldern ebenso wie in sumpfigen langsam fließenden Nebenarmen sowie in überfluteten Waldgebieten. Alle Heimatgewässer des Glühlicht Bärblings sind stark huminstoffhaltig, mit weichem, saurem teebraun gefärbtem Wasser und Laub, Ästen und Wurzeln am Bodengrund. Sand, Schlamm und organisches Material bilden den Bodengrund. Die Habitate in den Tropenwäldern sind lichtarm und stark beschattet. Dem dunklen Wasser geschuldet sind die Glühlicht Rasboras tagsüber leuchtend gefärbt und schimmern grünlich bis orange, was der Kommunikation im Schwarm dient. Ihre Zeichnung ist netzartig, was sich im Artnamen "retiarius" (genetzt) widerspiegelt.
Glühlicht Rasbora, Glowlight Rasbora - Sundadanio retiarius
Glühlicht Rasboras Sundadanio retiarius sind echte Minifische und werden nur 1,5 bis 2 cm lang. Trotz ihrer Kleinheit sind die Nanofische aktive Schwimmer, die zudem sehr gesellig sind und einen Trupp von 8 bis 10 Artgenossen brauchen, um sich wirklich wohl zu fühlen und ihre schönsten Farben zu zeigen.
In einem gut mit fein strukturierten Pflanzen bepflanzten und abwechslungsreich eingerichteten Standard Aquarium ab 60 cm Kantenlänge und dunklem Bodengrund ist ein Schwarm der Minifische perfekt aufgehoben. Schwimmpflanzen können für die nötige Abschattung sorgen, zu grelles Licht stresst die Glowlight Bärblinge sehr, dann werden ihre Farben blass. Freier Schwimmraum in den oberen und mittleren Zonen des Aquariums kommt dem natürlichen Verhalten dieser eher an der Oberfläche orientierten Fische entgegen.
Glowlight Rasboras sind Weichwasser Fische, die in der Natur in sehr saurem, huminstoffhaltigem und weichem Schwarzwasser vorkommen. Auch im Aquarium bevorzugen die Nanofische weiches Wasser mit einem pH Wert zwischen 5,5 und 7 und mit einem Zusatz von Huminstoffen. In einem Gesellschaft Aquarium mit anderen kleinen friedlichen Weichwasser Fischen und mit Garnelen fühlt sich eine Gruppe Glühlicht Bärblinge ebenso wohl wie im Artbecken oder nur in Gesellschaft von Weichwasser Garnelen. Größere oder zu lebhafte Beifische stressen die scheuen Nanofische dagegen stark und sollten daher als Aquarium Gesellschaft vermieden werden. Garnelen werden nicht gejagt, auch dem kleinsten Garnelen Nachwuchs stellen die Glowlight Rasboras nicht nach.
Laub oder Erlenzapfen eignen sich gut als Aquarium Dekoration und bringen wertvolle Gerbstoffe und Huminstoffe mit. Dann zeigen die Glühlicht Rasboras ihre schönsten Farben und artgerechtes Verhalten. Wichtig sind stabile Wasserwerte im Aquarium sowie sehr sauberes Wasser. Eine gute Wasserhygiene und eine gute Filterung sind Pflicht, weil die Minifische empfindlich auf organische Schadstoffe reagieren können.
Wassertemperaturen zwischen 23 und 27 °C zeigen sich als optimal für die dauerhafte stressfreie Haltung von Sundadanio retiarius. Die Temperaturen sollten nicht stark schwanken, sondern auch beim Wasserwechsel möglichst in einem gleichbleibenden Bereich gehalten werden.
Glowlight Rasboras fressen als typische Oberflächenfische im Aquarium gerne feines Flockenfutter oder Granulatfutter für Nanofische und feines Frostfutter wie Cyclops oder gerieben Mückenlarven. Frisch geschlüpfte Artemia Nauplien oder Mikrowürmchen sind tolles Lebendfutter. Füttere lieber mehrmals täglich eine kleine Portion, um das natürliche Fressverhalten der Art zu imitieren. Große Portionen können oft gar nicht bewältigt werden und verschlechtern nur die Wasserwerte.
Die Geschlechter lassen sich bei Sundadanio retiarius nicht gut unterscheiden; die adulten laichreifen Weibchen sind in der Regel etwas rundlicher, die Männchen bleiben schlanker. In einem gut eingefahrenen Aquarium kann es zu Zufallsnachzuchten kommen. Ein gezielter Ansatz von Sundadanio retiarius ist jedoch sicherlich zielführender, wenn du die Minifische züchten möchtest. Glühlicht Bärblinge sind Freilaicher und betreiben keine Brutpflege. Moospolster oder ein Laichrost schützen den Laich vor dem Gefressenwerden. Die Laichbereitshaft lässt sich durch Wasserwechsel mit weichem, leicht saurem Wasser und mit reichhaltiger Fütterung steigern. Nach dem Ablaichen werden die Elternfische aus dem Zuchtaquarium genommen, die kleinen Fischlarven zunächst mit Pantoffeltierchen, Rädertierchen und Co abgefüttert und später, wenn sie etwas größer sind, auf Artemia Nauplien umgestellt.
| Herkunft: | Asien |
| Schwierigkeitsgrad: | 2 - Normal |
| Besonderheit: | Interessante Färbung |
| Wasserwerte: | Weichwasser |
| Ernährungsweise: | karnivor - Fleischfresser |
| Aquariengröße: | 54 l (ca. 60cm) |
| Zucht: | mittel |
| Optische Wirkung: | Schwarmverhalten |
| mit Garnelen?: | mit Zwerggarnelen, Nachwuchs wird nicht gefressen |
| Fischgruppe: | Bärblinge |
| Beckenregion: | Mitte |
| Endgröße: | 1-4 cm |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| Verhalten: | Normal |
| mit Großkrebsen?: | Nein |
| mit Fischen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| mit Zwergkrebsen?: | Nein |
| Temperatur: | 22-25 °C |
- Artikel-Nr.: 23413