Cranwelli Schmuckhornfrosch "apricot" - Ceratophrys cranwelli

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Chris Lukhaup
Kommentar - Chris Lukhaup

Der drollige Apricot Schmuckhornfrosch wird manchmal auch Pacmanfrosch genannt und ist ein toller und liebenswerter Mitbewohner. Sein neues Zuhause sollte mindestens eine Terrarienfläche von 60 x 30 x 30 cm aufweisen. Kokoshumus ist ein guter Bodengrund, den darfst du auch gerne etwas dicker packen, denn die Frösche buddeln sich manchmal darin ein. Denke auch an eine Badeschale mit einem niedrigen Wasserstand. Mit einer Sprühflasche oder einem Vernebler kannst du die Luftfeuchtigkeit von 70% gut aufrechterhalten. Ungefähr 12 Wochen hält den Frosch außerdem eine Winterruhe, dazu senkst du zwischen November und Dezember die Temperatur auf 15 °C ab und reduzierst die Beleuchtung. Ungefähr Mitte Februar sprühst du wieder und befeuchtest das Terra. Der Pacmanfrosch ist ein Lauerjäger und futtert gerne Schaben, Grillen oder Heimchen, aber auch Tauwürmer oder Mäuse. Achte darauf, dass du die Futtertiere mit Vitaminen und Mineralien anreicherst.
Produktinformationen

Der Apricot Pacmanfrosch Ceratophrys cranwelli hat eine besonders skurrile Körperform und ein auffallend großes Maul. Seine schöne und intensive Färbung sucht ihresgleichen. Der große Frosch kommt aus dem südamerikanischen Regenwald. Er wird auch als Cranwells Schmuckhornfrosch bezeichnet. Die Hornfrösche haben ihren Namen daher, weil sie zwei hornartige Hautzipfel über den Augen haben. Der Name Pacmanfrosch kommt von ihrem sehr großen Maul.

Apricot Pacmanfrösche haben eine apricotfarbene bis orangerote Körpergrundfarbe und etwas hellere orangerote, hell umsäumte Musterflecken. Diese Schmuckhornfrösche können bis 22 cm Körperlänge erreichen - das ist sehr beachtlich für einen Frosch! Die Männchen bleiben dabei deutlich kleiner als die Weibchen.

Der Apricot Pacmanfrosch ist ein aggressiver und territorialer Einzelgänger. In seinem Bereich duldet Cranwells Hornfrosch keine Artgenossen, es kann zu bösen Kämpfen kommen. Kleinere Artgenossen werden einfach gefressen. Auch die Vergesellschaftung mit anderen Terrarientieren ist nicht ratsam, weil der Schmuckhornfrosch ausgesprochen gefräßig ist und erstaunlich große Tiere bewältigen kann. Kleinere Reptilien wie Geckos stehen auf seinem Speisezettel, sehr große Reptilien können den Frosch wiederum stark stressen. Cranwells Schmuckhornfrösche sollten deshalb definitiv im Einzel-Artterrarium gehalten werden.

Trotz seiner beachtlichen Endgröße kann man einen einzelnen Apricot Pacmanfrosch in einem Terrarium ab 60 x 30 x 30 cm halten. Pacmanfrösche sind keine Bewegungskünstler und verbringen als Lauerjäger mehr oder weniger ganzen Tag an einem Ort, halb im Substrat eingegraben, und lauern ihrer Beute auf.

Der Apricot Pacmanfrosch kann nicht schwimmen und ist daher mit einer flachen Badeschale in seinem Terrarium zufrieden. Das Terrarium für den Schmuckhornfrosch kann gut bepflanzt werden, die carnivoren Frösche gehen nicht an die Pflanzen. Das Becken kann mit Wurzeln und anderen Unterschlupfmöglichkeiten dekoriert werden. Weil sich Pacmanfrösche gerne teilweise eingraben, um auf Beute zu lauern, sollte der Bodengrund hoch genug liegen. Ein lockeres, saugfähiges Substrat wie Kokoshumus oder Laubstreu ist für die Haltung von südamerikanischen Schmuckhornfröschen optimal. Eine zusätzliche Heizung ist je nach Raumtemperatur in einem Terrarium für Schmuckhornfrösche nicht zwingend notwendig. Eine entsprechende Beleuchtung braucht es nur, wenn das Terrarium für den Pacmanfrosch entsprechend bepflanzt wird.

Der Pacmanfrosch braucht als typischer Regenwaldbewohner eine hohe Luftfeuchtigkeit von 70-90%. Die Tagestemperatur sollte 22-28 °C betragen, eine Nachtabsenkung auf 20-22 Grad ist ratsam. Im Winter schickt eine Temperaturabsenkung auf 15 °C den Frosch in den Winterschlaf, was deutlich lebensverlängernd wirken kann.

Schmuckhornfrösche sind Ansitzjäger, die mit ihrem großen Maul erstaunlich große Beutetiere bewältigen. Der gefräßige Frosch lässt sich im Terrarium aber gut an Frostfutter gewöhnen. Pacmanfrösche fressen Insekten wie Heimchen, Heuschrecken oder Schaben, ab und zu auch gerne Würmer oder eine kleine Frostmaus. Auch aufgetaute Stinte nehmen sie gerne. Was genau ein individueller Pacmanfrosch gerne frisst, muss man ausprobieren. Hornfrösche in der Natur fressen Reptilien, andere Amphibien, Insekten, Würmer und Co. Ausgewachsene Exemplare bewältigen sogar mittelgroße Ratten. Die Futtertiere für den Pacmanfrosch im Terrarium sollten mit Kalkpulver und einem Vitaminpräparat angereichert werden.

Hat der Pacmanfrosch ungefähr die Größe eines 2 Euro-Stücks, braucht er alle zwei Tage Futter. Mit zunehmender Größe reicht es, den Schmuckhornfrosch alle 3-4 Tage zu füttern. Der  Pacmanfrosch nimmt nach etwas Gewöhnung Futter von der Pinzette an. Achtung, diese Frösche können schnappen, und weil sie Zähne haben, spürt man ihren Biss schon ganz gut, vor allem, wenn das Tier schon größer ist!

Die Zucht des Pacmanfroschs ist wegen der starken Aggressivität Artgenossen gegenüber im Hobby fast nicht möglich. Oft frisst das Weibchen das kleinere Männchen einfach auf. Um Pacmanfrösche in Paarungsstimmung zu bringen, wird im Terrarium eine kühlere Trockenzeit mit maximal 15 °C Lufttemperatur und Kurztag-Beleuchtung eingeleitet. Nach einiger Zeit werden die Temperaturen wieder erhöht, die Frösche mit hochwertigem Futter angefüttert und die Beleuchtung wieder auf einen Langtag umgestellt. Eine intensivere Beregnung simuliert die Regenzeit. Leider kommen manche Pacmanfrösche auch dann nicht in Stimmung, sie brauchen häufig eine Hormonstimulation, um Balz und Paarung einzuleiten. Die Kaulquappen sind untereinander stark kannibalisch.

Herkunft: Südamerika
Ernährungsweise: karnivor - Fleischfresser
mit Fischen?: Nein
Optische Wirkung: interessante Körperform
Besonderheit: Interessante Färbung
Verhalten: Ruhig
Fischgruppe: Sonstige
mit Schnecken/Muscheln?: Nein
Endgröße: > 12cm
mit Garnelen?: Vergesellschaftung nicht möglich
Beckenregion: Unten
Schwierigkeitsgrad: 2 - Normal
Bepflanzung möglich?: Ja
mit Großkrebsen?: Nein
Zucht: schwer
mit Zwergkrebsen?: Nein
Temperatur: 20-30 °C
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