AMANO Algengarnele - Caridina multidentata
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Die besonders robuste und anpassungsfähige Amanogarnele ist wohl der berühmteste Algenfresser unter den Zwerggarnelen. Amanos können sich im Aquarium nicht vermehren. Sie kümmern sich besonders gern um Fadenalgen und Algenbeläge aller Art. Ich empfehle ein Aquarium ab 60 oder 80 cm Kantenlänge, weil die wuseligen Clowns dann so richtig aufdrehen.
Sie war eine der ersten Garnelen im Hobby: Takashi Amano brachte die Yamatonuma Garnele (Caridina multidentata) zu so großer Bekanntheit, dass sie sogar in Amano Garnele umbenannt wurde. Er setzte sie als Algenfresser in seinen wunderschönen Aquascapes ein. Diese Funktion erfüllen sie auch heute noch sehr gut — keine Garnele frisst so gut Algenbeläge und sogar ausgewachsene Fadenalgen wie die Amanogarnele.
Die robusten und anpassungsfähigen Tiere werden recht groß, die Weibchen können bis 6 cm erreichen, die Männchen bleiben etwas kleiner. Amanogarnelen sind zwar nicht so farbig wie viele andere Zwerggarnelen, aber ihr Punkt- und Strichmuster ist dennoch sehr hübsch. Oft sind sie transparent, aber auch dunkle, bräunliche bis bläuliche Tiere wurden schon beobachtet. Männchen und Weibchen kann man anhand des Musters ganz gut auseinander halten. Die Männchen haben Punkte, die Weibchen Striche, manchmal auch einen sehr schmalen, heller gefärbten Rückenstrich.
Ihr Verhalten ist immer interessant zu beobachten — Amanos sind furchtlose kleine Clowns, die sogar schon dabei beobachtet wurden, wie sie selbst größeren Fischen das Futter praktisch aus dem Maul klauen. Beim Paarungsschwimmen geben die Männchen so richtig Gas, sie fliegen dann förmlich durchs Aquarium. Aus diesem Grund und wegen ihrer Größe sollte die Amanogarnele nicht in Aquarien mit einer Seitenlänge unter 60 cm gepflegt werden.
Als absoluter Allesfresser ist die Amanogarnele sehr pflegeleicht, sie verwertet Algen und Futterreste. Insbesondere weibliche Amanogarnelen haben einen hohen Bedarf an Eiweiß, den sie auch gern einmal bei ihren Mitbewohnern (hauptsächlich bei Schnecken) decken, wenn sie mit dem Futter nicht ausreichend Proteine bekommen. Ein speziell auf Garnelen abgestimmtes Proteinfutter sollte daher ganz besonders bei Amanogarnelen zwei- bis drei Mal pro Woche gefüttert werden.
So unkompliziert die Haltung der Amanogarnele auch ist, die Aufzucht erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl. Die Weibchen produzieren bis zu 2.000 sehr kleine Eier pro Wurf, aus denen winzige Larven schlüpfen. Sie brauchen Brackwasser und spezielles Futter, um sich entwickeln zu können, und müssen wieder in Süßwasser überführt werden, wenn sie die Metamorphose von der Larve zur Garnele hinter sich gebracht haben.
Amanogarnelen kreuzen sich mit keiner anderen im Hobby verbreiteten Garnelenart. Auch mit etwas größeren Fischen kann man sie sehr gut vergesellschaften, vorausgesetzt, sie sind nicht räuberisch veranlagt. Mit Krebsen, Süßwasserkrabben, Schnecken und Muscheln kann man sie ebenfalls im Aquarium halten, wobei kleinere Schnecken ohne Deckel wie z.B. Posthornschnecken oder Blasenschnecken hin und wieder auf der Speisekarte der Amanogarnele stehen.
| Wasserwerte: | weich bis hart |
| Aquariengröße: | 54 l (ca. 60cm) |
| mit Großkrebsen?: | bedingt* (siehe Beschreibung) |
| Optische Wirkung: | Interessantes Verhalten |
| Verhalten: | Aktiv |
| Besonderheit: | Algenfresser |
| mit Fischen?: | Ja, mit friedlichen Fischen |
| Fischgruppe: | Sonstige |
| Beckenregion: | Unten |
| Schwierigkeitsgrad: | 2 - Normal |
| Herkunft: | Asien |
| mit Garnelen?: | mit Zwerggarnelen, Nachwuchs wird eventuell gefressen |
| Ernährungsweise: | omnivor - Allesfresser |
| Bepflanzung möglich?: | Ja |
| mit Schnecken/Muscheln?: | Ja |
| mit Zwergkrebsen?: | Ja |
| Endgröße: | 4-8 cm |
| Zucht: | schwer |
| Temperatur: | 18-28 °C |
Steckbrief
| Wissenschaftlicher Name: | Caridina multidentata Stimpson, 1860 |
| Deutscher Name: | Amanogarnele, Amano Garnele, Yamato Garnele, Yamatonuma Garnele |
| Schwierigkeitsgrad: | für Anfänger geeignet |
| Herkunft/Verbreitung: | Japan |
| Färbung: | transparent bis leicht bräunlich oder bläulich, die Männchen mit Punkt-, die Weibchen mit Strichmuster, manche Weibchen mit schmalem hellem Rückenstrich |
| Alterserwartung: | 5-6 Jahre |
| Wasserparameter: | GH 3 bis 30, KH 3 bis 30, pH 6,5 bis 8,5, Temperatur16 bis 30 °C |
| Unsere Empfehlung zur Wasseraufbereitung: | NatureHolic Saltea Neocaridina |
| Beckengröße: | ab 54 l |
| Futter: | überwiegend pflanzlich, gelegentlich proteinreich |
| Vermehrung: | kompliziert, Larven benötigen Brackwasser |
| Verhalten: | friedlich |
| Vergesellschaftung: | mit friedlichen Fischen, Krebsen, Zwerggarnelen, Krabben, Schnecken und Muscheln |
- Artikel-Nr.: 31159



































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